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07.01.2020 | Pressemitteilungen

Bachmann Powers Controllab Digital Twin

Feldkirch, Österreich – 7 Januar, 2020

Seit acht Jahren arbeiten wir eng mit dem Spezialisten für Regelungstechnik Controllab zusammen.  Nachdem diese Verbindung 2014 mit dem Eingehen einer formalen technischen Partnerschaft auf eine neue Ebene gestellt wurde, haben wir gemeinsam eine Vielzahl von Projekten umgesetzt. Controllab CEO Christian Kleijn und CTO Paul Weustink sprechen über ihre Zusammenarbeit mit Bachmann – und welchen Nutzen sie für ihre gemeinsamen Kunden hat.


Das "Digital Twin" in Arbeit

Die Basis für die Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Partnern ist die 20-sim-Software von Controllab. Am besten beschreiben lässt sich diese Software als Simulationspaket für kontrollierte dynamische Systeme, darunter elektrische, mechanische oder hydraulische Systeme oder kombinierte Varianten.  Die 20-sim-Software arbeitet mit Bachmann SPS-Steuerungen zusammen, um so genannte ‚digitale Zwillinge‘ aus dem System eines Kunden zu erstellen.

„Ein Bachmann-Regler auf einer Windturbine oder im Antriebssystem eines Schiffs sendet viele Daten zurück“, beginnt Christian Kleijn. „Anhand dieser Daten rekonstruieren wir eine digitale Version des Systems – den digitalen Zwilling.“ Die Vorteile des digitalen Zwillings zeigen sich bereits in der Vorentwurfsphase eines Systems. Durch die Erstellung eines digitalen Modells eines Systems kann ein Kunde es in dieser simulierten Umgebung lange vor Baubeginn entwickeln und testen.

HIL-Tests

Diese simulierten Tests sind besser bekannt als Hardware-in-the-Loop-Tests. „HIL-Tests sind der ideale Weg, um alle möglichen Problemsituationen in einem System zu testen ohne dabei die Menschen zu gefährden, die im realen System arbeiten“, erklärt Paul Weustink. „Ein gutes Beispiel für unsere Arbeit ist der Kranbetrieb oder der Offshore-Zugang zu Laufstegen. Wenn man mit solchen Systemen arbeitet, gibt es eine Reihe von Dingen, die man auf jeden Fall vermeiden will. Dazu gehört ein zu schneller Betrieb oder das Positionieren an gefährlichen Stellen. Die HIL-Tests erlauben uns, viele verschiedene Szenarien in kurzer Zeit zu testen.“

Die Produktivität von HIL-Tests ist besonders relevant, wenn es um zerstörende Funktionsprüfungen geht. In der Realität sind diese Tests nicht nur kostspielig, sondern auch mit Sicherheitsfragen verbunden. Controllab kann in seinen betriebsinternen HIL-Anlagen bis zu 200 zerstörende Tests pro Tag durchführen.

Paul Weustink unterstreicht, dass ein digitaler Zwilling neben dem Systementwurf auch zur Optimierung der Mensch-Maschine-Schnittstelle eingesetzt werden kann. „Ein Systembediener muss unmittelbaren Zugang zu allen notwendigen Informationen haben. Dazu müssen benutzerfreundliche Screens entwickelt werden – und Bachmann hat die perfekte Software dazu.“

Betriebsphase

Controllab setzt das Konzept des digitalen Zwillings auch während der Betriebsphase eines dynamischen Systems ein. Wenn ein Schifffahrtsunternehmen die Performance seiner Flotte prüfen will, können wir auf die Daten mehrerer Monate zurückgreifen“, erläutert Christian Kleijn. „Oder vielleicht braucht ein Kunde ein schnelleres Feedback. In diesem Fall können wir Daten aus dem realen System in unserem Simulationsmodell untersuchen und feststellen, wie das System effizienter arbeiten kann. Diesen Prozess können wir innerhalb weniger Stunden durchführen.“

Die 20-sim-Software von Controllab wird durch die VR- und AR-Produkte ergänzt, mit denen die digital erstellte Umgebung dargestellt werden kann. „VR wird üblicherweise eingesetzt, wenn man zeigen will, wie ein System funktioniert. AR dagegen wird verwendet, wenn man mit der Umgebung interagieren muss“, erklärt Christian Kleijn.

Technische Kooperation

Paul Weustink unterstreicht den All-inclusive-Charakter der Verbindung zwischen Bachmann und Controllab. „Unsere Kunden sind in der Regel Systemintegratoren, die mit komplexen Steuerungssystemen arbeiten. Unsere Zusammenarbeit mit Bachmann ist für sie sehr interessant, weil sie so viel mehr bekommen als einen Hardware-Anbieter. Bachmann nutzt für  seine SPS-Systeme eine offene Plattform. Während viele andere Unternehmen geschlossene Systeme mit eingeschränkten Möglichkeiten haben, ermöglicht Bachmanns offenes System dem Kunden die Wahl, welche Software er verwenden möchte.“

Diese Vielschichtigkeit der Zusammenarbeit mit Controllab ist wahrscheinlich der Schlüssel zu ihrem Erfolg. Für ein breiteres Publikum sichtbar werden die Kooperation und Interaktion auf den verkaufsorientierten Events wie Messen und Produktpräsentationen. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem aber auch in den technischeren Bereichen. „Wir halten auch sehr engen Kontakt mit den Technikern von Bachmann in Feldkirch, Österreich“, sagt Christian Kleijn. „Sie informieren uns bereits in der Anfangsphase des Prozesses über die für unsere Arbeit relevanten Funktionalitäten. Auf diese Weise können wir unseren Kunden einen Einblick in neue SPS-Steuerungen und Softwareversionen geben. Unsere jahrelange Zusammenarbeit hat uns geholfen, unsere Produkte benutzerfreundlicher und ausfallsicherer zu machen.“