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April 2026

Ein zentraler Aspekt der Redundanz auf Kabelreparaturschiffen ist die Gewährleistung einer stabilen Stromversorgung für Antriebssysteme und einsatzkritische Bordsysteme. Nur so kann das Schiff auch unter extremen Seebedingungen seine Position halten – ein schiffsweiter Stromausfall ist inakzeptabel.

C-Systems setzt auf diesem Kabelreparaturschiff ein geschlossenes Busschienensystem ein, anstelle des üblichen offenen Systems. Doch wie löst das Unternehmen die Herausforderungen Kurzschlussschutz, Generatorschutz und die Zulassung durch Klassifikationsgesellschaften?

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»Da unser System vom Standarddesign abweicht, müssen wir nachweisen, dass ein Fehler im elektrischen System keine Kettenreaktion auslöst. Dazu setzen wir auf mehrstufige Sicherheitsmechanismen, die sicherstellen, dass Fehler lokal begrenzt und betroffene Systeme rechtzeitig abgeschaltet werden.« Jeroen Nobel Projektleiter bei C-Systems

Leistungsschutzschalter erkennen die Richtung von Fehlerströmen

Die erste Sicherheitsstufe bilden Leistungsschutzschalter, die die Richtung von Fehlerströmen erkennen und selektiv abschalten. Dieses Prinzip, bekannt als Zonenselektivität, ermöglicht es, Kurzschlüsse gezielt zu isolieren.

„Kurzschlüsse erfordern eine Reaktion innerhalb von 100 Millisekunden“, betont Jeroen. „Andernfalls drohen Kaskadeneffekte, die zu einem Totalausfall führen könnten.“ C-Systems setzt auf ABB-Leistungsschutzschalter, um Risiken zu minimieren und den Entwicklungsaufwand zu reduzieren.

Zur Validierung des Systems führte C-Systems Hardware-in-the-Loop-Tests im ABB-Simulationslabor in Bergamo durch. „Die Grundkonfiguration des elektrischen Systems wurde bereits getestet und freigegeben. Eine abschließende Überprüfung erfolgt jedoch erst bei der Inbetriebnahme des Schiffs.“

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Generatorschutz: Vermeidung von Überlastung und Fehlfunktionen

Neben Kurzschlüssen muss ein geschlossenes Busschienensystem auch Generatorschäden sicher beherrschen. „Aufgrund der Redundanzgruppen darf maximal ein Generator ausfallen“, erklärt Jeroen. „Tritt ein Fehler auf, muss der betroffene Generator isoliert werden, ohne die Gesamtstabilität zu gefährden.“

Ein kritischer Faktor ist der automatische Spannungsregler (AVR) der Generatoren. Während eine Untererregung (fehlender Erregerstrom) relativ einfach zu erkennen ist, stellt eine Übererregung (überhöhte Spannung) eine größere Herausforderung dar. „Wie erkennt man eine Übererregung – und wie lokalisiert man den fehlerhaften Generator?“, fragt Jeroen.

Die Lösung von C-Systems: das Bachmann-GSP274-System. Siebzehn Module überwachen kontinuierlich Wirk- und Blindleistung, Erregerstrom und Generatordrehzahl. „So können wir Abweichungen im Erregerstrom frühzeitig erkennen und Fehlfunktionen vermeiden“, erklärt Jeroen. „Das System verschafft uns wertvolle Sekunden – in der Steuerungstechnik eine entscheidende Zeitspanne.“

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Redundanz: Kontinuität auch bei Systemausfällen

Auf Kabelreparaturschiffen ist Redundanz unverzichtbar. Wesentliche Komponenten wie Generatoren, Antriebe und Schaltanlagen sind doppelt ausgelegt, um bei Ausfällen eine nahtlose Übernahme zu gewährleisten. Das dynamische Positionierungssystem DP2 hält die Position selbst bei Ausfall eines Generators oder Triebwerks.

„Redundanz sichert die Betriebskontinuität – egal, welche Herausforderungen das Meer stellt“, fasst Jeroen zusammen. „Unser Ziel ist es, dass das Schiff seine Aufgaben sicher und zuverlässig erfüllen kann.“

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