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12.07.2018 | Neuigkeiten

Maritime Elektronik-Unterstützung

Das erste Projekt zwischen Bachmann Electronic und der Kooiman Marine Group


Wie im Bienenstock, so lässt sich der Alltag auf der Werft der Kooiman Marine Group in Zwijndrecht am besten beschreiben. Es gibt mehrere laufende Projekte, da die Slipanlagen der Werft und die Ausrüstungskais sowie die überdachte Schiffbauhalle belegt sind. "Wir arbeiten mit einer klaren Vision, um ein breites Spektrum an Dienstleistungen für die unterschiedlichsten maritimen Sektoren anzubieten", sagt George Beute, Manager Operations bei Kooiman Ship Electric, Teil der Kooiman Marine Group. "Dazu gehören Planung und Engineering, Neubau, Reparatur und Umbau, Rohrleitungsbau und Innenausbau in den Bereichen Baggerei, Offshore, Binnenschifffahrt, Hafen und Fischerei.

Auch Beute's eigenes Kompetenzfeld, die maritime Elektronik, ist darin enthalten. Insbesondere ein Auftrag zeigt, wie die Kooiman Marine Group die technologischen Entwicklungen in diesem Bereich proaktiv angeht. "Dabei handelt es sich um den Umbau eines 90 Meter langen Schüttgutfrachters in einen nachlaufenden Saugbagger mit Nass- und Trockenentleerung. Bei den elektrischen Systemen war es unser Ziel, Kabel effizient und damit kostengünstig einzusetzen. Das Hauptziel des Kunden war es, die Flexibilität zu erhalten und die Anzahl der Hardware-Drucktasten zu reduzieren. Wir haben dies durch den Einsatz von Remote-I/O-Anwendungen (Input/Output) mit einfachen, benutzerfreundlichen Bedienelementen erreicht." Die Kooiman Marine Group holte an dieser Stelle externe Unterstützung vom Automatisierungstechnikanbieter Bachmann ein. "Wir wussten, dass wir unsere Software-Engineering-Kenntnisse weiterentwickeln mussten, deshalb haben wir uns für Bachmann entschieden, ein Unternehmen, das definitiv im Spitzensegment der maritimen Elektronik liegt", fügt Beute hinzu.

Schulungen

Die Zusammenarbeit begann damit, die Ziele von Kooiman für das Projekt anzusprechen, erklärt Joeri ten Napel, Key Account Manager Marine bei Bachmann electronic. "Bei den Programmiersprachen gibt es so viele Möglichkeiten. Wir mussten das Passende für ihre Anforderungen finden und gleichzeitig ihre Denkweise hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit berücksichtigen." Bachmann setzte seine Unterstützung mit drei eintägigen Schulungen in den Niederlanden sowie einem zweitägigen Kurs in der Unternehmenszentrale in Österreich fort. "Zwischen jedem Trainingstag gab es eine zweiwöchige Pause, in der sie mit einem Testset experimentieren konnten", so Joeri ten Napel weiter. "Wir sahen sehr schnell, wie engagiert Kooimans Team an diesem Projekt arbeitete." Speziell für den Baggerumbau lieferte Bachmann drei SPSen und 4 Touchscreens mit 600 I/O-Systemen. "Sie sehen den Vorteil, ein System wie unseres zu liefern. Software kann bei Bedarf hinzugefügt werden, so dass Anpassungen und Modifikationen schnell und einfach vorgenommen werden können."

Programmiererpotential

Wouter Joosten, PLC SCADA Programmierer bei Kooiman Ship Electric, war nach den ersten Trainingstagen maßgeblich an der Softwareprogrammierung beteiligt. Deshalb hat Joosten Software geschrieben, die sich auf zahlreiche Aspekte der täglichen Arbeit des zukünftigen Baggers bezieht. Dazu gehören Baggersteuerungen, Tankmessungen, Dieselmotorsteuerungen, die gesamte Außenbeleuchtung sowie eine Übersicht über elektrische und hydraulische Systeme. "Ich hatte bereits Programmiererfahrung, aber nicht so tiefgehend, wie ich es in der Zusammenarbeit mit Bachmann gelernt habe. Wenn ich jemals ein Problem hatte, konnte ich sie um Hilfe bitten", sagt er. "Mein persönliches Wissen - insbesondere über HMI (Human Machine Interface) und Touchscreens - hat in den letzten anderthalb Jahren deutlich zugenommen." Die technische Unterstützung, die sich Joosten erwähnt, bezieht sich auf den Remote-Desktop-Support von Bachmann-Anwendungstechniker Hans van der Sman, den das Unternehmen auch durch zusätzliche Schulungen, konzeptionelle Beratung, Vorlagen und Proof of Concepts ergänzt.

Blick in die Zukunft

Wie sieht Beute die Umsetzung der neuen Erkenntnisse für zukünftige Projekte auf der Werft? "Was wir vom Markt sehen, ist, dass Schiffe, sei es ein Binnenschiff oder ein Offshore-Schiff, integriert betrieben werden können müssen. Dieser Trend wird sich nur noch verstärken. Durch den Erwerb dieser neuen Fähigkeiten haben wir das entsprechende Wissen in unseren eigenen Händen. Wir freuen uns darauf, in Zukunft komplexere Projekte zu übernehmen." Ten Napel stimmt zu: "Wir haben gesehen, was mit diesem Projekt möglich ist. Die Kooiman Marine Group hat das Potenzial, ihren Kunden in Zukunft noch viel mehr Möglichkeiten zu eröffnen. Sie haben den Rahmen, um z.B. Condition Monitoring, Power Management oder Remote Monitoring anbieten zu können. Das war nur der Anfang."