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Zur Identifikation, Parameterermittlung und intelligenten Regelung thermischer Prozesse 

Stabile thermische Prozessbedingungen bilden eine Grundlage komplexer Produktionsanlagen. Der adaptive Temperaturregler ATeC unterstützt die rasche Umsetzung dieser Aufgabe bei höchster Regelgüte. Parallel zur Betriebsführung kann ein einzelnes ATeC-Modul bis zu 256 Temperaturstrecken simultan auf dem M1-Echtzeitsystem bedienen. 

Parameter automatisiert ermitteln 

Der ATeC ist sowohl für reine Heizstrecken als auch für kombinierte Heiz- und Kühlsysteme ausgelegt. Durch die integrierten Identifikationsroutinen ist das System in der Lage, die Eigenschaften unterschiedlicher Prozessstrecken automatisch zu ermitteln. Die berechneten Regelparameter ermöglichen eine Optimierung von Führungsverhalten und Störungsunterdrückung für die jeweilige Aufgabenstellung ohne vertiefendes Regelungs-Know-how. Langwierige Versuchsreihen werden damit überflüssig. Dies reduziert die Kosten deutlich, insbesondere bei Prozessen mit sehr langen Zeitkonstanten oder wenn aufgrund von Werkzeugwechseln eine vollautomatische Anpassung im Betrieb erfolgen muss.

Energieoptimiert regeln 

Mehrere Kanäle können zu einer Gruppe zusammengefasst und koordiniert angesteuert werden. Zur Ansteuerung der Aktuatoren mittels PWM oder PFM ausgegebene Pulse werden innerhalb einer Periode automatisch verteilt. Damit ist eine möglichst konstante Leistungsaufnahme erreichbar. Durch die Anfahrzeitoptimierung wird die Regelung jeder Strecke genau so gestartet, dass alle Zonen möglichst zeitgleich ihre Solltemperatur erreichen. Somit wird wertvolle Energie ohne zusätzlichen Aufwand eingespart. Das Leistungs- und Energiemanagement begrenzt bei Bedarf die freigegebene Gesamtleistung. Dadurch wird die Aktuatoransteuerung ohne weitere Umstände an die vorhandenen Anschlussgegebenheiten angepasst. 

Gekoppelte Systeme behandeln 

Beeinflussen sich mehrere Heiz- aber auch Kühlstrecken gegenseitig, so reicht eine isolierte Betrachtung einer einzelnen Regelstrecke nicht mehr aus. Durch eine Adaptierung im Arbeitspunkt wird der Regler exakt auf diese Bedingungen abgestimmt. Zudem können bekannte Störgrößen direkt bei der Regelung mit berücksichtigt werden. Damit sind auch unter Produktionsbedingungen optimale Ergebnisse erzielbar. 

Überwachung inklusive 

Verhält sich ein Regelkreis einmal nicht wie vorgesehen, ist dies schon vorab vom Regler diagnostizierbar. Die Überwachung von Temperaturgrenzen, der Regelabweichung oder eines Temperatur-Toleranzbandes gehören zu den Standardfunktionen. Mit der Heizstromüberwachung wird ein drohender oder bereits teilweise eingetretener Ausfall einer Heizung festgestellt. Tritt ein Fehlerfall ein, ist die auszuführende Reaktion entsprechend der Prozessanforderungen wählbar. Würde Material in einer Förderschnecke aushärten, so wird die Heizung mit einer konstanten Leistung weiterbetrieben. Ist zu erwarten, dass erlaubte Maximaltemperaturen überschritten werden, wird hingegen abgeschaltet.

Im Engineering-Tool voll integriert

Größter Komfort während der Inbetriebnahme und darüber hinaus wird durch die volle Integration des adaptiven Temperaturreglers ATeC im Bachmann SolutionCenter sichergestellt. Über eine eigene Inbetriebnahmeoberfläche wird das ATeC-Software-Modul konfiguriert und parametriert. 

Alternativ dazu ist der adaptive Temperaturregler ATeC in eine Applikation integrierbar. Hierfür stehen Bibliotheken in C/C++ sowie IEC 61131-3 zur Verfügung. Alle Temperaturen und Stellgrößen können im Recorder Scope3 gemeinsam mit sonstigen Applikationsvariablen aufgezeichnet werden. Damit kann das Verhalten der Temperaturregelung auch im Realbetrieb jederzeit grafisch dargestellt und rasch erfasst werden.

Systemübersicht

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