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Zyklisch wiederkehrende Produktionsabläufe umfassen zumeist mehrere beteiligte Bewegungsachsen. Diese Aktuatoren werden dabei in einer genau definierten Sequenz verfahren. Zur Synchronisation wurden früher mechanische Kurvenscheiben verwendet. M-SHAFT ermöglicht eine Virtualisierung dieser starren Kopplung. Die Fertigung eines einzelnen Werkstücks entspricht dabei einer Umdrehung der virtuellen Königswelle. An diese Umdrehung wird die Positionierung der einzelnen Bewegungsachsen gekoppelt. Diese Transformation der Bewegungsabfolge vom zeitlichen in einen drehwinkelabhängigen Raum bietet einen essenziellen Vorteil: Selbst bei variierender Produktionsgeschwindigkeit ergibt sich die vorgegebene sequenzielle Bewegungsabfolge immer voll automatisch. Eine mühevolle manuelle Variation der Bewegungsprofile gehört somit der Vergangenheit an.

 

Features

  • Software-Modul zur Koordination zyklisch wiederkehrender Bewegungsabläufe
  • Eine Königswelle synchronisiert bis zu 32 Bewegungsachsen
  • Positionsprofil wird pro Achse individuell vorgegeben
  • Produktionsgeschwindigkeit (Drehzahl der Königswelle) ist im laufenden Betrieb änderbar
  • Konfiguration und Diagnose über SolutionCenter
  • Inbetriebnahmeoberfläche (SHAFT-Monitor)
  • Bibliothek für IEC 61131-3 PLC-Programme

 

Synchrone Bewegungsabfolge trotz wechselnder Produktionsgeschwindigkeit 

Die virtuelle Königswelle ist das Kernstück des M-SHAFT. Bei der Produktion eines Werkstücks dreht sie sich exakt um 360°. Somit fahren auch alle beteiligten Bewegungsachsen ihr Sollprofil währenddessen exakt einmal ab. Die Vorgabe der Sollprofile mit Bezug zur Königswellenposition impliziert einen entscheidenden Vorteil: Er bleibt auch bei variierender Produktionsgeschwindigkeit bestehen. Höhere Stückzahlen pro Zeiteinheit führen somit vollautomatisch zur Sollprofilausgabe in kürzeren Zeitrastern. Auch komplexe Applikationen können somit in kürzester Zeit projektiert und in Betrieb genommen werden. 

Bewegungsbahnen individuell gestalten 

Charakteristische Positionen der Einzelachsen werden mittels Stützstellen über die 360° verteilt definiert. M-SHAFT interpoliert zwischen diesen Punkten und bildet eine kontinuierliche Bewegungsbahn. Die verwendeten Interpolationsarten erlauben eine Fokussierung auf hohe Produktionsleistung oder Minimierung des auftretenden Rucks. Das System kann auch automatisch auf maximale Produktionsgeschwindigkeit optimiert werden. Der M-SHAFT-Tabelleninterpreter errechnet hierzu die bestmögliche Verteilung der vorgegebenen Stützstellen über die 360° und entlastet hierdurch den Anwender. 

Applikationen einfach erstellen 

Ein übergeordnetes Ablaufprogramm übernimmt zumeist die Koordination von M-SHAFT und beigestellten Zuliefer- und Abtransportsystemen. In diese Applikation wird M-SHAFT über die IEC 61131-3-Bibliothek integriert. Dies ermöglicht einen Anlagenstart mit der gewünschten Produktionsgeschwindigkeit von einer zentralen Stelle aus. 

Die Inbetriebnahmeoberfläche »SHAFT Monitor« erlaubt eine vollständige Parametrierung und manuelle Bedienung des M-SHAFT. Hochdynamische Vorgänge werden durch das Software-Oszilloskop Scope 3 direkt auf der Steuerung aufgezeichnet und am PC umfassend visualisiert. Damit ist der Durchblick garantiert. Dies beschleunigt nicht nur die Erstinbetriebnahme, sondern ermöglicht auch eine rasche Störungsbehebung im laufenden Betrieb. 

Systemübersicht

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